Ukrainisches Bachneunauge

Eudontomyzon mariae

Danke für die zur Verfügung gestellten Bilder. © Clemens Ratschan

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Schonzeit

1.1.-15.3.

Abweichende Schonzeit

AFV-Graz ganzjährig geschont

Brittelmaß

keines

Abweichendes Brittelmaß

AFV-Graz ganzjährig geschont

Wesentliche Merkmale

  • wurmförmiger Körper
  • zwei mit der Schwanzflosse verbundene Rückenflossen
  • im Larvenstadium blind mit zweilappigem Saugmund
  • seinen Namen trägt es wegen der sieben Kiemenöffnungen, der Nasenöffnung und dem Auge = 9 “Augen”

Alter

bis zu 6 Jahre

Lebensräume

Kleinere und größere Bäche mit sandigem Grund, auch in sommerwärmeren Gewässern

Größe

zwischen 18 und 21 cm

Lebensweise

Alle Neunaugenarten machen eine Verwandlung durch. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven (Querder) sind blind und graben sich im weichen Substrat des Gewässers ein. Ihre Nahrung besteht aus tierischen und pflanzlichen Stoffen, die sie aus dem Wasser herausfiltern.

Das Larvenstadium dauert etwa 3 bis 5 Jahre. Dann stellt das Bachneunauge die Nahrungsaufnahme ein und es beginnt eine körperliche Umwandlung. Es bilden sich Augen, die vorher bräunliche Larve entwickelt sich zu einem etwas kleineren Tier mit blau- bis olivgrünem Rücken und silberweißem Bauch. Im Frühjahr darauf ist diese Entwicklung abgeschlossen.

Nach dem Aufsuchen der Laichplätze und dem Ablaichen sterben sowohl die männlichen als auch die weiblichen Bachneunaugen.

Alle Neunaugenarten sind leider bei uns aufgrund geeigneter Lebensräume schon sehr selten geworden.

Gefährdung

stark gefährdet